Darstellung:
Auf einem etwa 10 Meter hohen Granit-Obelisken befindet sich eine bronzene Statuette eines Genius auf einem geflügelten Rad.
Zu Füßen des Obelisken sitzen Furthia und Noris, die Personifikationen der Städte Fürth und Nürnberg. Der Denkmalbrunnen verherrlicht die erste deutsche Bahnfahrt als Siegeszug der Technik.
Geschichte:
Am 7. Dezember 1885 wurde anlässlich des 50. Jahrestags der Fahrt des Adlers auf der Ludwigseisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth beim Nürnberger Ludwigsbahnhof der symbolische Grundstein für ein Denkmal gelegt.
Der Brunnen, der 58.500 Mark kostete, wurde am 16. Oktober 1890 enthüllt.
1927 wurde das Denkmal im Rahmen des Ausbaus der Straßenbahn an die Stadtgrenze zwischen Nürnberg und Fürth und 1965 wegen des U-Bahnbaus in eine nahegelegene Grünanlage versetzt.
Der Mäzen und Brunnenliebhaber Kurt Klutentreter ermöglichte die Umsetzung des Denkmals in die Fürther Straße an den östlichen Aufgang des U-Bahnhof Bärenschanze, den jetzigen Standort, im Jahr 1993.
Quellen:
Kurt Müller: Gerühmt, verbannt und wiederentdeckt. Die komplizierte Geschichte des Kunstbrunnens zur Erinnerung an die erste deutsche Eisenbahn. (Der Eisenbahnbrunnen.) In: Nürnberger Altstadtberichte, Heft 16 (1991).
Michael Diefenbacher, Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg. 2., verbesserte Auflage. W. Tümmels Verlag, Nürnberg 2000.